Ich frage mich gerade, wie man am besten eine Meinung vertreten und an den Mann bringen kann, deren Inhalt in etwa lautet: »Das ist egal.« Eine Meinung also, die keine Lösung, kein Patentrezept, keine verifizierbare Auswirkung hat oder aufzeigt.
Wie kann man, inmitten all der schreienden und geifernden und aufmerksamkeitswirksamen Masse aus schlauen Sprüchen, Tipps und Tricks, aus unter-der-Hand Infos, auswendig gelerntem Ratgeberwissen und populärwissenschaftlichen Studienerkenntnissen — wie kann man da als »normal Gebliebener Argumentierender« die Oberhand behalten?
Zustimmung ernten, wenn man sowas sagt wie »das ist vollkommen irrelevant« oder »man kann das nicht begründen«, während der Nachbar was von »neulich gelesen« und »in Stanford haben sie erst letztes Jahr« faselt.
Ich habe den Eindruck: Es geht nicht.
Seien es Schulmassaker oder Frühförderkurse, sei es die Weltwirtschaftskrise oder eine homöopathische Pinkeltherapie. Stellt man sich hin und bezweifelt die vorgetragenen Lösungsvorschläge, OHNE gleichzeitig Alternativen aus der Tasche zaubern zu können, hat man direkt und unabänderlich verloren:
»Mein Sohn bekommt jetzt Chinesischunterricht.«
»Er ist doch erst zwei.«
»Nicht erst. Schon. Das ist eigentlich viel zu spät, denn das Zeitfenster für den Beginn einer Zweitsprache ist…«
»Zweitsprache? Er kann doch noch nicht mal richtig Deutsch.«
»Man muss da früh mit anfangen.«
»Das ist doch Käse. Spiel lieber Ball mit ihm, oder geht einen Kuchen backen.«
»Wie soll er denn beim Kuchen backen Chinesisch lernen?«
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Auf Focus gab es gestern einen »Amoklauf im Nachrichtenticker«. Das kann, nein, das muss man so stehen lassen und konservieren. Damit hinterher niemand sagen kann, soetwas hätte es nicht gegeben.

Das ist natürlich nichts neues, nur habe ich keine Screenshot-Funktion in meinem Fernseher, und mein Kamera-Akku war leer.
Ein Liveticker zu einem Amoklauf ist in etwa… so ziemlich… das peverseste… ach ne. Auf Twitter twitterte nämlich nicht nur die mittlerweile bekannteste Nicht-Direkt-Augenzeugin Deutschlands, sondern auch ein Teil des Krisen Interventions Teams.
Weiter, weiter »
Das ist ein RSS- vs. Topic-Link vs. Blogpage-Test, bitte ignorieren. ;)

Foto: Dirk Eisermann, der dabei sicher Lachkrämpfe bekam
Auf Spiegel Online gibt es derzeit erste Auszüge eines lustigen Kalauerbüchleins zu bestaunen: Wickelfront von Klaus… ach ne, Dieter Bednarz, seines Zeichens Komiker, Kabarettist und
politischer Redakteur des SPIEGEL. Mit 49 Jahren wurde er Vater der Zwillinge Hanny und Nanny Fanny und Lilly, eineinhalb Jahre später der dritten Tochter Rosa. Mit seiner Frau, der Hamburger Rechtsanwältin Esther Göttling, Jahrgang 1966, kämpft er seither ums Überleben an der Wickelfront.
Peng! Daneben. Peng, Peng! Wieder daneben. Peng, Peng, Peng, irgendwann erwisch’ ich dich!
Lieber Dieter, mal ehrlich: Das Foto da oben ist nicht nur oberpeinlich, sondern auch oberpeinlich. Es ist so oberpeinlich, dass es neben »oberpeinlich« im nächten Brockhaus auftaucht. So zur Veranschaulichung des Begriffes.
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Tauchte im Feedreader auf.
Fand ich witzig.
Habe eben eine Mail vom Twitter-Support bekommen:
Uh oh! We found a bad apple in your Twitter feed.
We detected a link in your account pointing to a phishing site or other harmful material that we identified as malware. Here’s the troublesome post:
“Bumptop-Beta: [ your unsafe link was here ] — hat das schon jemand für den Mac?”
February 18, 2009 08:07
We removed this update from Twitter. Please be mindful of others in the Twitter community, and post only safe links on Twitter.com.
Thanks! Twitter Support
Der Original-Link ging zu http://www.bumptop.com/, und siehe da: Auch Safari meckert rum von wegen »Malware« und »ein Besuch dieser Seite schädigt möglicherweise Ihren Computer«.
Wie sich herausstellt, war irgendwas mit irgendeinem Script, die bumptop-Entwickler wissen davon und haben das Problem bereits beseitigt.
Frage nun: Wie kann es sein, dass eine Google Safebrowsing-Meldung einen Laden wie Twitter dazu veranlasst, einzelne Postings zu löschen? Sollte das nicht jedem User selbst überlassen sein, ob und womit er auf die Links klickt? Ich kann diese Meldungen z.B. in Safari komplett abstellen, und die meiste Malware betrifft mich als Mac-User eh nicht.
Wer gibt Google die Macht und Twitter das Recht, über gute und böse Links zu entscheiden? Und wer kontrolliert, WAS als böse und vor allem WANN es als böse definiert wurde, und ob diese Definition zu jedem gegebenen Zeitpunkt überhaupt stimmt?

So Leute, es ist soweit. Nach drei Monaten Vorbereitung ist unser neues Baby endlich offiziell am Start: the-soulmen.com
Das ist derzeit noch ein reines Entwickler-Blog, aber wir werden nach und nach unsere alten Programme herüberholen und vorneweg, hintendran und zwischendrin neue Sachen für Mac OS X und… ta-daaaaah!!! das iPhone veröffentlichen.
Ja, das iPhone. Ich weiß, ich fand das doof, aber was soll ich machen. Der Markt und so. Fans, Groupies; ich kann nicht anders.
Und halt Brötchen.
Den »echten« Anfang wird in den nächsten Wochen wohl ein kleines Spielchen fürs iPhone machen. Dafür brauchen wir dann natürlich auch Betatester und hauptberufliche Herumnörgler; sollte einer der drei Mitlesenden einen iPod touch bzw. ein iPhone besitzen sowie Zeit, Interesse, Lust und Laune haben: einfach kurz melden. Kostet, schmerzt und schadet nix, und hinterher gibt’s sicher noch was gratis.
Dasmadas.
PS: Bitte weitersagen. :)
Aus einer E-Mail von Adobe:
Dies ist eine E-Mail von Adobe Systems GmbH, Georg-Brauchle-Ring 58, 80992 München, seinen Tochtergesellschaften oder Vertretern („Adobe”). Wenn Sie in Zukunft keine weiteren E-Mails dieser Art von Adobe erhalten möchten, senden Sie eine E-Mail an unsubscribe@adobe-direct.com. Alternativ können Sie E-Mails von Adobe auch abbestellen, indem Sie einen Brief senden an:
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Bitte antworten Sie nicht auf diese Nachricht.
Die Idee ist so geil… mich würde mal interessieren, wieviele Briefe da pro Jahr eintrudeln. Zwei, drei? Was steht da drin?
Ist das vielleicht irgendeine EU-Richtlinie, die umgesetzt werden musste?